Werte Herren,
mit Verlaub, was für ein Unsinn in diesem Faden teilweise zu lesen ist! Ich hoffe doch sehr, daß dies nur auf die Hitze zurückzuführen ist.
[...] ein Gießen der öffentlichen Baumlandschaft ist unnötig und falsch. Der HERR schickte uns Hitze und Trockenheit aus gutem Grund.
Auch Gießkannen und Wasser schenkte er uns aus gutem Grund. Und nun?
Die verdurstenden Bäume werden womöglich in einem kommenden harten Winter hervorragendes, trockenes Feuerholz geben.
Das kann sein, aber sollten sie benötigt werden, können sie auch im Winter gefällt werden. Straßenbäume sind meist Laubbäume, diese sind im Winter innen ohnehin ziemlich trocken; wenn es wochenlang stark friert, werden sie auch äußerlich nicht durch Niederschläge naß und die Anstrengung beim Fällen wärmt die Arbeiter dann, wenn die Wärmung benötigt wird.
Gott ist Gärtner, wir sind seine Kulturen, allen voran Christus:
Joh 15,1ff.
Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner. [...] Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben; wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viele Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.
So wie aber die Menschen ihr Leben in der Welt dereinst als Gärtner (nicht Jäger und Sammler) im von Gott angelegten Garten Eden begannen, sind auch diejenigen geistig wieder zu Kindern Gottes gewordenen Christen, welche in der Verkündigung des Glaubens tätig sind, nicht nur unter Gottes Pflege gedeihende Kulturen, sondern auch selbst Mitarbeiter Gottes im Gartenbau:
1 Kor 3,9
Denn Gottes Mitarbeiter sind wir; Gottes Ackerfeld, Gottes Bauwerk seid ihr.
Werte Herren, eines kann ich Ihnen versichern: Wenn es mir z.B. jemals gelingen sollte, die Theresienwiese aufzukaufen und dort einen Garten anzulegen, werde ich gewiß keine Gartenarbeiter dafür einstellen, daß sie für das Gedeihen der Pflanzen notwendige Pflegemaßnahmen unterlassen mit der Begründung, wenn ich, der Herr der Theresienwiese, diese gewollt hätte, dann hätte ich sie wohl selbst durchgeführt.
Es gilt, die verkümmernden Gewächse in Gottes Garten nicht allesamt verdorren zu lassen, wenn womöglich ihrer manche schon durch einen kleinen Guß lebendigen Wassers zum Sprießen zu bringen wären. Diese rechte Dienstauffassung ist, wenn auch der Weinstock Christi der wichtigste, allein Bestand habende Teil in Gottes Garten ist, in allen Bereichen, auch den vergänglichen Gärten, im großen wie im kleinen, einzuüben und zu pflegen, denn:
Lk 16,10
Wer treu ist im Geringsten, ist auch im Großen treu; und wer treulos ist im Geringsten, ist auch im Großen nicht treu.
Sir 5,15
Im kleinen und im großen geh nicht fehl!
Kyrie eleison!
Gast