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Rechtschreibung

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Stephan Kordansen
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Rechtschreibung

Beitragvon Stephan Kordansen » So 21. Jul 2013, 00:38

Guten Abend, werte Gemeinde.

Mit diesem Faden prangere ich jeden Ketzer, der sich nicht an die Rechtschreibung halten kann, außerdem werde ich denen auch helfen, damit unser Internetz frei von Rechtschreibkriminellen ist,
denn mir ist in letzter Zeit bei einigen Benutzern eine teilweise katastrophale Rechtschreibung aufgefallen.

Fangen wir einfach mal mit ein paar vorgesehenen Fragen an:

Was kann man dagegen machen?

Die Schule wiederholen, einen Duden kaufen und ein Rechtschreibprogramm installieren.

Wozu brauche ich Rechtschreibung?

Es ist einfach anschaulicher und schöner, außerdem sollte man die als ältere Person so oder so beherrschen.
Und falls Sie es wirklich ernst meinen, dann kann man Sie auch besser von Jugendlichen unterscheiden.

Ich will mir keinen Duden kaufen, bin zu faul mir ein Rechtschreibprogramm zu installieren und will nicht in die Schule. Was tun?

Wenn es danach ginge, züchtigen.
Aber damit Sie dann was dazu lernen, können Sie einfach meine Tipps beachten, die im unteren Teil des Beitrages aufgelistet werden.

Ich merke vorher noch einmal an, daß ich persönlich keinen angreifen will.
Es lässt Sie nur sehr dumm aussehen, wenn Sie einfach einen Buchstabensalat aus Ihrem Text machen.
Wie gesagt, ein Rechtschreibprogramm wäre sehr hilfreich.


Kommen wir nun aber zu den Tipps, wie Sie Ihre Texte anschaulicher gestalten:

1. Interpunktion.

Zunächst gibt es ein paar Leute die riesige Textblöcke ohne Satzzeichen also weder Punkte noch Kommata und auch ohne Absätze schreiben sodass man hinterher den Text kaum entziffern kann und man ihn am liebsten gar nicht lesen würde weil das einfach unleserlich ist wie Sie hier sehen können wenn Sie wollen daß Ihre Texte gelesen werden dann machen Sie bitte ein paar Kommata und Punkte.

Ich schätze, Sie erkennen die Problematik in dem Text.
Am wichtigsten ist, daß Sie vor Worten wie ''daß, das, weil, damit, aber'', und so weiter, immer ein Komma setzen. Das sollte dann ungefähr so aussehen:

''Ich habe heute erfahren, daß mein Sohn gesündigt hat.''
''Der Kirchenchor fiel heute aus, weil die Kirche heute nicht geöffnet war.''

Ich korrigiere den oberen Text noch einmal, damit es auch jeder von Ihnen versteht.

Zunächst gibt es ein paar Leute, die riesige Textblöcke ohne Satzzeichen, also weder Punkte, noch Kommata, und auch ohne Absätze schreiben, sodass man hinterher den Text kaum entziffern kann und man ihn am liebsten gar nicht lesen würde, weil das einfach unleserlich ist, wie Sie hier sehen können. Wenn Sie wollen, daß Ihre Texte gelesen werden, dann machen Sie bitte ein paar Kommata und Punkte.

Schön wäre es auch, wenn Sie hinter Satzzeichen ein Leerzeichen machen, das heißt, lassen Sie es nicht so aussehen:

''Ich habe heute erfahren,daß mein Sohn gesündigt hat.''
''Der Kirchenchor fiel heute aus,weil die Kirche heute nicht geöffnet war.''

Das ist unschön, wie Sie sehen.
Und nach Punkten schreibt man immer groß, selbst, wenn das folgende Wort ein Adjektiv oder Verb ist.

2. Satzstellung.

Es gibt Menschen, die scheinbar keine Ahnung haben, wie man einen Satz richtig bildet.
Eigentlich ist das sehr einfach.
Ich möchte erst einmal klarstellen, was Aussagesätze, Fragesätze und Ausrufesätze sind. Nachher erkläre ich, wie man Sie bildet.

Nach einem Aussagesatz steht ein Punkt.

,,Meine Bibel ist neu.''


Nach einem Fragesatz steht ein Fragezeichen.

,,Wann lese ich die Bibel?''

Nach einem Ausrufesatz steht ein Ausrufezeichen.

,,Lies heute unbedingt die Bibel!''

3 Regeln zur Satzstellung im Hauptsatz:

1. Das flektierte Verb steht immer an zweiter Position.

Ich kaufe eine Bibel.
Mir kaufe ich eine Bibel.

2. Das Subjekt steht an erster oder dritter Stelle, also in der Nähe des Verbs. Es ist also in der deutschen Sprache möglich, dass das Subjekt erst nach dem Verb folgt, das nennt man Inversion.

Ich kaufe mir die Bibel.
Mir kaufe ich die Bibel. (Inversion)

3. Wenn die Objekte direkt aufeinander folgen, steht immer Dativ vor Akkusativ. Einzige Ausnahme ist das Personalpronomen im Akkusativ, es steht immer vor einem Dativ.

Ich kaufe mir die Bibel.
Ich kaufe sie mir.

Wichtig ist auch, wenn Sie das Verb mit dem Akkusativ, oder das Verb mit dem Dativ, vertauschen, wird daraus ein Fragesatz.

Kaufe ich mir die Bibel?
Mir kaufe ich die Bibel?

Anstatt

Ich kaufe mir die Bibel.
Mir kaufe ich die Bibel.

Also bitte auch darauf achten!

3. Daß, das und seid, seit.

Viele fragen sich sicherlich, was eigentlich der Unterschied zwischen "das" und "daß" ist. Ersteres ist ein Artikel, Letzteres eine Konjunktion.
Das heißt:

Wenn sich "das/daß'' auf ein Wort bezieht, dann schreibt man es mit einem S.

,,Das Getränk schmeckt gut.''
,,Ich habe ein Getränk, das gut schmeckt''

Im Beispiel bezieht sich das "das" auf die Bibel.

"Daß" benutzt man, wenn sich das ''das/daß'' nicht auf ein Substantiv bezieht, sondern als Konjunktion Verwendung findet.

,,Das Getränk ist so lecker, daß ich es mir noch einmal kaufe.''

Oft werden auch Fehler mit "seit" und "seid" Fehler gemacht.

"Seit" wird bei Zeitangaben verwendet, "seid" ist ein Verb.
Das Wort ''seid'', benutzt man allerdings in der Du-Form.

Trotzdem wäre es wichtig, das zu erklären.

''Seit eurer Taufe seid ihr Christen.''

Ganz einfach.

4. Groß- und Kleinschreibung.

Das lässt sich durch ein ganz einfaches Beispiel, ganz leicht erklären.

Falsch:

Großbuchstaben Stehen nur am anfang eines satzes oder wenn das Wort ein Substantiv oder ein name Ist.

Richtig:

Großbuchstaben stehen nur am Anfang eines Satzes oder wenn das Wort ein Substantiv oder ein Name ist.

Beachten Sie nicht nur die Fehler des Textes, sondern auch den Inhalt, damit ist Ihnen geholfen.

5. Haupt- und Nebensätze.

Unterschied zwischen HS u. NS inhaltlich:
In einem HS sind wichtige Informationen, in einem NS nur zusätzliche.

Satzgefüge:

Satzverbindung:

HS,NS
NS,HS

HS,NS,HS

HS,HS

Hauptsatz:

Im Hauptsatz steht die finite (gebeugte) Verbform an erster oder zweiter Stelle.

Nebensatz:
Im Nebensatz steht die finite Verbform an letzter Stelle.

Haupt- und Nebensätze werden durch ein Komma voneinander getrennt. Das Gleiche trifft auch auf zwei oder mehrere aufeinander folgende Hauptsätze zu.

Damit kommen wir auch schon zum letzten Teil:

5. Aufzählungen.


Kommata werden auch bei Aufzählungen verwendet, wenn diese Aufzählung mehr als zwei Elemente enthält.

Ich habe Äpfel, Birnen, Kirschen und Bananen gekauft.

Zwischen den letzten beiden Elementen wird ein "und", ein "oder" oder ein ähnliches Wort verwendet. Vor dieses Wort kommt kein Komma.

Das ist auch ganz einfach abgeschlossen.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.
Aber ich empfehle allen, die noch keine gute Erfahrung in dem Bereich haben, trotzdem ein Rechtschreibprogramm zu installieren, weil es sicherer ist.
Es kommt auch viel seriöser rüber, wenn Sie auf Rechtschreibung achten.
Sie brauchen sich nicht beschweren, sollten Sie aufgrund Ihrer unzumutbaren Rechtschreibung verbannt werden.

Ach ja, ich habe noch einen Anhang dazu:

Wichtig ist auch die Wortwiederholung und die Wiederholung der Satzanfänge.
Hier nochmal ein kleines Beispiel:

Falsch:

Ich sehe, daß Sie eine Bibel haben.
Ich weiß aber nicht, was Sie mit der Bibel machen wollen.
Ich hoffe, Sie wollen die Bibel lesen.

Richtig:

Ich sehe, daß Sie eine Bibel haben.
Nur weiß ich nicht, was Sie mit dieser vorhaben.
Hoffentlich wollen Sie die lesen.


Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
Doch ich hoffe, daß Sie das hier nicht nur lesen, sondern sich auch daran halten!
Ich schätze, damit wäre uns allen hier geholfen.


Grüßend,
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Re: Rechtschreibung

Beitragvon Herr Wuekkly » So 21. Jul 2013, 01:10

Stephan Kordansen hat geschrieben:Ich gebe kaufe eine Bibel.

Werter Herr Kordansen,

dafür, dass sie für Rechtschreibung und Grammatik sind,
haben sie sich aber schön verschrieben.

Herr Wuekkly
Die Freiheit des Einzelnen geht soweit, bis die Freiheit eines Anderen eingeschränkt wird.

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Re: Rechtschreibung

Beitragvon Martin Berger » So 21. Jul 2013, 12:32

Bub Wucki,

Herr Kordansen hat seinen Fehler wohl rechtzeitig gesehen und hat diesen ausgebessert. Außerdem geht es Herrn Kordansen nicht um kleine Fehler, die jedem aktiven Schreiber passieren können, sondern um Rechtschreibkriminelle (so wie Sie einer sind), die kaum einen fehlerfreien Satz schreiben können. Rechtschreibfehler sind menschlich und nicht immer vermeidbar; frei von Fehlern ist bekanntermaßen allein der HERR! Bei einem langen Text, wie ihn Herr Kordansen verfaßte, können sich natürlich mehr Fehler einschleichen. Wollen ausgerechnet Sie den ersten Stein werfen, Bub Wucki? Schauen wir uns doch lieber Ihren Beitrag an:
Herr Wuekkly hat geschrieben:Werter Herr Kordansen,

dafür, dass sie für Rechtschreibung und Grammatik sind,
haben sie sich aber schön verschrieben.

Über das "dass" sehe ich hinweg, da in diesem Brett beide Schreibweisen, also daß und dass, erlaubt sind. Höflicherweise schreibt man jedoch das Personalpronomen "Sie" groß. Sapperlot, wer in einem so kurzen Satz zwei Fehler hat, sollte sein Maul halten, wenn es um Verbesserungen geht!

Erbost,
Martin Berger
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Re: Rechtschreibung

Beitragvon Franz-Joseph von Schnabel » So 21. Jul 2013, 13:43

Werte Herren,
man sollte sich aber schon für eine der beiden Varianten entscheiden. Wenn der Rest des Beitrags nach "neuen" Regeln verfaßt wurde, sollte man auch das Wörtchen "daß" mit "ss" schreiben.
Hinweisend,
Schnabel
Lerne leiden, ohne zu klagen!

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Re: Rechtschreibung

Beitragvon Stephan Kordansen » So 21. Jul 2013, 13:54

Geschätzter Herr von Schnabel,

das ist eine gute Theorie, jedoch bleibt es immer noch jedem selbst überlassen,
wie er Worte schreibt, solange sie richtig sind.


Grüßend,
Stephan K. :kreuz4:

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Re: Rechtschreibung

Beitragvon Martin Berger » So 21. Jul 2013, 14:33

Franz-Joseph von Schnabel hat geschrieben:Werte Herren,
man sollte sich aber schon für eine der beiden Varianten entscheiden. Wenn der Rest des Beitrags nach "neuen" Regeln verfaßt wurde, sollte man auch das Wörtchen "daß" mit "ss" schreiben.

Werter Herr Schnabel,

auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Das Wort "dass" sieht recht unschön aus, weswegen es sofort auffällt und schnellstmöglich, wenn schon geschrieben, in "daß" geändert werden sollte. Der Rest der Rechtschreibung wird dann Schritt für Schritt auf ähnliche Weise geändert.

Ein von mir erdachter Merksatz, der den Unbeholfenen helfen sollte:
Martin Berger hat geschrieben:Bitte merken Sie sich, daß das dass, das das daß ersetzten sollte, das daß niemals ersetzen kann.

Ich lernte damals in der Schule, Sie sicherlich auch, die löbliche sz-Schreibweise, als "dasz". Die dritte Schreibweise, also "dass", sollte eigentlich, nicht nur in diesem Brett, verboten werden. Wie Sie sicherlich noch wissen, war ich bei der internen Abstimmung dagegen, daß man in diesem Brett auch die neue Rechtschreibung toleriert/akzeptiert. Da jedoch auch viele junge Menschen dieses Brett besuchen, die zum Teil nur noch den neumodischen Rechtschreibmüll gelehrt bekamen, entschieden wir uns auch für die Zulassung der Schreibweisen, die uns die neue Rechtschreibreform/Schlechtschreibreform bescherte.

Der Sinn der neuen Rechtschreibreform war ohnehin nicht die Vereinfachung der Sprache. Im Grunde war es eine teuflische Sache, da es nur um den schnöden Mammon ging. Da alles umgestellt werden mußte, mußten natürlich alle Schulbücher neu gedruckt werden. Die Hersteller der Schulbücher rieben sich wohl dermaßen die Hände, daß sie Feuer fingen.

Hoffend, dasz die neue Rechtschreibreform für ungültig erklärt wird,
Martin Berger

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Re: Rechtschreibung

Beitragvon Wilhelm Spiesser » So 21. Jul 2013, 15:06

Werte Herren,
selbst bedeutende Zeitungen wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" haben von der "neuen" wieder auf die "alte" Rechtschreibung umgestellt. Wie schön!
Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" lesend,
W. Spiesser

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Re: Rechtschreibung

Beitragvon SchwarzerFlamingo » Fr 29. Nov 2013, 19:38

Werter Herr Kordansen,

welch ein entzückender Anblick auf ihren wahrlich redlichen Text.
Sie sollten Deutschlehrer werden oder sind Sie es schon?
So wie ich es in den meisten Städten kenne, ist es keine Seltenheit mehr, dass selbst Lehrer in ihren eigenen Arbeiten Rechtschreibfehler machen.

fragend,
Schwarzer Flamingo
_______
"Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, da die Spötter sitzen, sondern hat Lust zum Gesetz des HERRN und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht!" (Psalm 119.1)


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