es liest sich wie ein Scherz.
Ist es nicht gerade das juvenile Gesindel, das mindestens 10 bis 16 Stunden täglich am Handtelefon hängt? Und dann ist man zu dumm, um Anrufe entgegenzunehmen? Lächerlich!Viele junge Menschen leiden unter sozialen Ängsten und können deshalb nicht ins Berufsleben starten, sagt Inholte. "Wir haben fast keinen Jugendlichen, der allein telefonieren kann, der allein auf Menschen zugehen kann." Testanrufe mit Kollegen, um ein Telefonat zu üben, seien inzwischen normal. "Wie sollen diese jungen Menschen an Ladentheken stehen, wenn sie nicht mal irgendwo anrufen können?"
Freilich: Seit jeher ist man der Meinung, daß die nachfolgende Generation nichts taugt. So gerecht muß man sein: Das dachte man einst auch über unsere Generation. Der Unterschied zu heute: Unsere Väter korrigierten unsere Dummheit mit der Vermittlung von Wissen und trieben uns unsere Verkommenheit mit dem Rohrstock, dem Lederriemen oder mit der flachen Hand aus. Statt uns aufzugeben, erzogen sie uns mit strenger Hand, sodaß aus uns anständige Menschen wurden, die GOTTgefällige Arbeit verrichten.
Doch wie schlimm: Die heutige Jugend wird nicht mehr korrigiert. Jegliches Fehlverhalten wird als Ausdruck der sogenannten "Individualität" bejubelt, jeder Dummkopf ist was "Besonderes" und Unchristlichkeit scheint mittlerweile gar zum guten Ton zu gehören. Das liegt zum größten Teil aber auch daran, daß schon die Generation deren Eltern zu selten den Rohrstock und den Lederriemen spürten. Und ein dummer Vater kann einem dummen Sohn nichts beibringen. Daß dies in einem noch schlimmeren Ausmaß freilich auch auf dumme Mütter zutrifft, die ihren verkommenen, dümmlichen Töchtern kaum etwas beibringen können, versteht sich von selbst.
Verächtlich vor der dummen Jugend ausspuckend,
Martin Berger