Palmsonntag

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Franz-Joseph von Schnabel
Ochsenbauer
Beiträge: 9743
Registriert: Mi 20. Okt 2010, 16:46

Palmsonntag

Beitrag von Franz-Joseph von Schnabel »

Werte Brettmitglieder,

die Administranz wünscht Ihnen allen einen gesegneten Palmsonntag!

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Den Esel fütternd,
Schnabel
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Martin Berger
Faust Gottes
Beiträge: 13419
Registriert: Sa 10. Okt 2009, 20:21

Re: Palmsonntag

Beitrag von Martin Berger »

Werter Herr Schnabel,

ein nachgerade töfter Palmsonntag sei auch Ihnen gewünscht. Da Sie einen Esel erwähnten: Gibt es im katholischen Bayern, ebenso wie in meiner Salzburger Heimat, ebenso den Umstand, daß jenes Familienmitglied, welches am längsten schläft, den Titel des Palmesels bekommt? Da mein Sohn schon längst eine eigene Familie gegründet hat und nun nicht mehr bei uns wohnt, wurde zum wiederholten Mal mein Weib der Palmesel. Oder aber, denn in diesem Fall wäre das Geschlechtern angebracht, die Palmeselin.

Werter Herr Schnabel, werte Herren,

sollten Sie sich nun zu Recht fragen, ob ich den Verstand verloren habe: Mitnichten, werte Leser. Mitnichten. Denn in viele Bibelübersetzungen wurde darauf verwiesen, daß es ein weiblicher Esel war, eine Eselin also. Dies ist aber ein absoluter Ausnahmefall. Keinesfalls sollte nun jemand denken, daß das Geschlechtern fortan in diesem Brette gestattet sei.
Und als sie Jerusalem nahten und nach Bethphage kamen, an den Ölberg, da sandte Jesus zwei Jünger und sprach zu ihnen: Gehet hin in das Dorf, das euch gegenüberliegt; und alsbald werdet ihr eine Eselin angebunden finden, und ein Füllen bei ihr; bindet sie los und führet sie zu mir. Und wenn jemand etwas zu euch sagt, so sollt ihr sprechen: Der Herr bedarf ihrer, und alsbald wird er sie senden. Dies alles aber ist geschehen, auf daß erfüllt würde, was durch den Propheten geredet ist, welcher spricht: "Saget der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir, sanftmütig und reitend auf einer Eselin und auf einem Füllen, des Lasttiers Jungen." Als aber die Jünger hingegangen waren und getan hatten, wie Jesus ihnen aufgetragen, brachten sie die Eselin und das Füllen und legten ihre Kleider auf sie, und er setzte sich auf dieselben. Und eine sehr große Volksmenge breitete ihre Kleider aus auf den Weg; andere aber hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Volksmengen aber, welche vor ihm hergingen und nachfolgten, riefen und sprachen: Hosanna dem Sohne Davids! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe! Und als er in Jerusalem einzog, kam die ganze Stadt in Bewegung und sprach: Wer ist dieser? Die Volksmengen aber sagten: Dieser ist Jesus, der Prophet, der von Nazareth in Galiläa.

Matthäus 21,1-11
Zum Verständnis für die jüngere Leserschaft: Mit Füllen ist ein Fohlen gemeint.

Mein Weib Anna, die Palmeselin, milde belächelnd,
Martin Berger
Der Friede sei mit euch.
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Franz-Joseph von Schnabel
Ochsenbauer
Beiträge: 9743
Registriert: Mi 20. Okt 2010, 16:46

Re: Palmsonntag

Beitrag von Franz-Joseph von Schnabel »

Werter Herr Berger,

bei meinem knorken Esel Erwin, welcher Säcke über schmale Pfade trägt, die mit regulären Ochsenkarren nicht befahren werden können, handelt es sich um einen Macker.

Leider mußte ich dem einst stolzen Eselshengst die Testikel mit meinem Knicker entfernen, da das triebgesteuerte Tier stets das Weite suchte, wenn in weitem Umkreis eine rollige Pferde-, Esels- oder Giraffenstute lüstern wieherte.

Peinlich empfand ich seinerzeit die Situation, als ein Wanderzirkus durch unser Dorf zog und Erwin sämtliche Hindernisse überwand, um die zugehörige Kamelherde, eins nach dem anderen, mit einem freudigem I-A zu bespringen.

Ansonsten ergibt sich meiner Meinung nach kein großer geschmacklicher Unterschied beim Fleisch aus Stute, Hengst oder Wallach.

Eine Salami für das Osterfest bereitlegend,
Schnabel
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