0 Tage und 12 Stunden seit der letzten Verbannung eines Taugenichts.

Das Brot

Singen Sie dem Herrn ein Loblied oder schreiben Sie ein Gedicht und erfreuen Sie damit das keusche Christenherz.

Moderator: Brettleitung

Benutzeravatar
Deutenbach
Gelegentlicher Besucher
Beiträge: 31
Registriert: Mi 16. Jan 2019, 00:33
Hat Amen! gesprochen: 1 Mal
Amen! erhalten: 2 Mal

Das Brot

Beitragvon Deutenbach » Mi 3. Apr 2019, 23:38

Werte Herren,

erlauben Sie mir, hier einen kleinen Dichtus vorzustellen.

Dieser mag ganz bewusst zur individuellen Interpretation anregen,
sei es ob vorkürzlicher Lyrik, deterministischer Dimensionen,
oder ewiger Elemente als Grundlage allen Seins.

Wie Sie als Kenner sicherlich bemerken werden,
bedient er sich der eher exaltierten Reimform des Wickelfalzes
mit bewusst offenem Kreuzbruch im Abgang:



Geschwind enteilt
die Zeit.

Was verweilt,
ist Heiterkeit.

Gelobt
sei das Brot.




Mit rechtschaffenem christlichen Gruße,
Ihr Gottlob Ephrahim v. Deutenbach

-------------------

Johannes 6:53ff: Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht esst das Fleisch des Menschensohns und trinkt sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken. Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank.

Benutzeravatar
Kurat Orium
Häufiger Besucher
Beiträge: 81
Registriert: Sa 12. Jan 2013, 12:25
Hat Amen! gesprochen: 103 Mal
Amen! erhalten: 31 Mal

Re: Das Brot

Beitragvon Kurat Orium » Do 4. Apr 2019, 13:12

Sehr geehrter Herr Deutenbach,

nennen Sie mich streitbar, aber ich störe mich daran, daß die Heiterkeit verweilt. Sehen Sie, es ist wie mit Gästen im Haus. Sobald einer übertrieben lange bleibt, ändert sich die Einstellung des Gastgebers diesem gegenüber. Ich hege Groll gegen die Heiterkeit, was erlaubt sie sich? Wieso verweilt sie? Ich hatte Karten für eine öffentliche Auspeitschung der Dorfdirne, und nun muß ich wegen der Heiterkeit zu Hause bleiben. Wenn sie wenigstens mitkommen würde... aber nein, sie verweilt.

Es gibt natürlich auch Gäste, die auf ewig verweilen dürfen. Frömmigkeit, zum Beispiel. Ein gern gesehener Gast.

Seine 2 Zent beisteuernd,

K.O.
-
Denn die Hure ist eine tiefe Grube, und die fremde Frau ist ein enger Brunnen. - Sprüche 23,27
-

Benutzeravatar
Walter Gruber senior
Kommerzialrat
Beiträge: 1868
Registriert: Do 16. Jul 2015, 09:57
Hat Amen! gesprochen: 457 Mal
Amen! erhalten: 480 Mal

Re: Das Brot

Beitragvon Walter Gruber senior » Fr 5. Apr 2019, 21:25

Werter Herr Deutenbach,

die Technik des Falzens kannte ich bisher nur aus der Bastelstunde in meiner lang zurückliegenden Schulzeit, jedoch muss ich anerkennen, dass sich offenbar auch Gedichte falzen lassen.

Wo gibt es in dem Gedicht einen Bezug zum strengen christlichen Glauben? Weil die Heiterkeit nach der vergangenen Zeit die Vorfreude auf das Himmelreich andeutet?

Am Ende loben Sie noch das Brot, wobei man fragen könnte, ob Sie die vom HERRN gegebene Nahrung meinen, oder im übertragenen Sinne den Leib Christi?
Wenn du also den Leib Christi verstehen willst, höre den Apostel, der den Gläubigen sagt: „Ihr aber seid der Leib Christi und seine Glieder“
(1. Brief an die Korinther 12,27)


Das Gedicht interpretierend,
Walter Gruber
Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie. (Matthäus 13, 45-46)

Benutzeravatar
Deutenbach
Gelegentlicher Besucher
Beiträge: 31
Registriert: Mi 16. Jan 2019, 00:33
Hat Amen! gesprochen: 1 Mal
Amen! erhalten: 2 Mal

Re: Das Brot

Beitragvon Deutenbach » So 14. Apr 2019, 02:15

Werte Herren,

Ihre Interpretationen ob des vorliegenden Dichtung habe ich meinerseits freudig interpretierend zur Kenntnis genommen.


Mit rechtschaffenem christlichen Gruße,
Ihr Gottlob Ephrahim v. Deutenbach

-------------------

Johannes 6:53ff: Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht esst das Fleisch des Menschensohns und trinkt sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken. Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank.

Benutzeravatar
Deutenbach
Gelegentlicher Besucher
Beiträge: 31
Registriert: Mi 16. Jan 2019, 00:33
Hat Amen! gesprochen: 1 Mal
Amen! erhalten: 2 Mal

Re: Das Brot

Beitragvon Deutenbach » So 5. Mai 2019, 00:14

Werter Herr Orium,

Kurat Orium hat geschrieben:nennen Sie mich streitbar, aber ich störe mich daran, daß die Heiterkeit verweilt. [...] Ich hege Groll gegen die Heiterkeit [...] K.O.


Gedankt sei Ihnen zunächst für Ihre Zurückfütterung bzgl. obenstehenden Dichtus meinerseits.
Bedauernswerterweise erklären Sie sich mit dem heiteren Grundgehalt des Dichtus nicht für einverstanden.

Aufgrund objener Tatsache erlaube ich mir, Ihnen im Anschlusse die pessimistisch-misanthrope Variante des Dichtus vorzustellen:

Geschwind enteilt
die Zeit.

Was verweilt,
ist Bitterkeit.

Das Brot
ist tot.


Angemerkt sei hier jedoch dürfend, dass die obenstehende Variante in keinster Weise die ursprüngliche Intention des Dichtus wiedergibt.

Erlaubend sei mir jedoch dürfend, die ursprüngliche Intention, wie in der redlichen Rückfütterung des Herrn Walter Gruber Senior gewünscht, nach erneuter aktuer Inhaftierung aufzeigen zu dürfen.


Mit rechtschaffenem christlichen Gruße,
Ihr Gottlob Ephrahim v. Deutenbach

-------------------

Johannes 6:53ff: Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht esst das Fleisch des Menschensohns und trinkt sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken. Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank.

Benutzeravatar
Kurat Orium
Häufiger Besucher
Beiträge: 81
Registriert: Sa 12. Jan 2013, 12:25
Hat Amen! gesprochen: 103 Mal
Amen! erhalten: 31 Mal

Re: Das Brot

Beitragvon Kurat Orium » Mi 8. Mai 2019, 08:41

Deutenbach hat geschrieben:Aufgrund objener Tatsache erlaube ich mir, Ihnen im Anschlusse die pessimistisch-misanthrope Variante des Dichtus vorzustellen:


Hochgeschätzter Herr Deutenbach,

mit Wonne verlas ich Ihre neuen Verse. Ich möchte Ihnen redlichst danken, daß Sie sich die Mühe machten und echstra für mich zurück ans Dichtpult schritten, um mich mit der pessimistischen Variante zu erfreuen. Sie sind ein Christ, wie er im Buche steht! Auch wenn diese Variante hier nicht die ursprüngliche Intention intoniert, so steht sie doch qualitativ dem Original in nichts nach.

Gebenedeit seien Sie!

K.O.
-
Denn die Hure ist eine tiefe Grube, und die fremde Frau ist ein enger Brunnen. - Sprüche 23,27
-


Zurück zu „Christliche Lyrik“



Wer ist anschnur?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste