doch habe ich eine dringende familiären Schandfleck erfahren, den es mit anderen Glaubensbrüdern zu besprechen gilt. Als ich letzten Samstagabend um neun Uhr das Zimmer meines fünfzehnjährigen Sohnes Maximilian betrat, um diesen ins Bett zu schicken, da er ja tags darauf zur Frühmesse musste, musste ich schreckliches sehen. Er praktizierte allen Ernstes Selbsbefleckung und zog augenblicklich seine Hose wieder an. Betäubt von diesem Schrecken konnte ich ihm geradenoch eine Backpfeife geben, dann rannte ich aber sofort aus dem Zimmer schloss ihn ein und zog mich in mein Arbeitszimmer zurück, wo ich mir bis spät in die Nacht den Kopf zerbrochen habe. Wie kann ich mit dem Gedanken, einen Satanisten in der Familie zu haben, weiterleben, und wie kann ich meinen Spross wieder auf einen redlichen Weg bringen? Meine Frau und ich sind uns einig, dass wir Maximilian zu wenig geknechtet haben, doch welche Mittel sollten wir Ihrer Meinung nach wählen?
Betrübt und verzweifelt, M. Dünkel
